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Ein überregional wichtiges Denkmal

Die wissenschaftlichen Untersuchungen ergaben, dass das Haus 1734 als Bürgerhaus entstand und ausschließlich zu Wohnzwecken diente, ohne die sonst übliche landwirtschaftliche oder gewerbliche Nutzung.

Besonders hervorzuheben ist die Ausstattung, die, soweit sie sich noch heute erhalten hat, bemerkenswert dekorativ gewesen ist, u.a. die Stuckdecke eines Zimmers, die durch ihre Form und Ausstattung als „Kölner Decke“ bezeichnet wird und absolut ungewöhnlich für ein Fachwerkhaus dieser Größe ist. Wegen der ortsgeschichtlichen Bedeutung und des Anpruchs in der Gestaltung ist davon auszugehen, dass das Haus auch in seinen Oberflächen aufwendiger ausgestattet worden ist.

Darüber hinaus ist die Geschichte des Hauses selbst in ungewöhnlich dichter Überlieferung vorhanden. Die Hausgeschichte ist am Kernbau und den Nebengebäuden – sowohl innen wie außen – besonders gut ablesbar und gibt Einblicke in die sich wandelnden Lebensverhältisse der vergangenen 270 Jahre.

Dies wiegt umso mehr, als es sich nach den bisherigen Kenntnissen nicht um einen durchschnittlichen Bau handelt. Aufgrund seiner Ausstattung ist es ein weit über den Standard hinausreichendes Haus, wie es wohl für einen Beamten angemessen wäre. Diesem Haus kann nach jetzigem Wissensstand kein vergleichbares Haus in ähnlich dichter Übelieferung zur Seite gestellt werden. Damit ist der Bau ein wichtiges Zeugniss der Vergangenheit Sassenbergs, ebenso wie der der für die Bauweisen und Lebensverhältnisse des ganzen Münsterlandes.